Radfahren für Nerds: Case und Halterung

Das Fon muss ans Rad. Dafür gibt es unzählige Optionen und Kombinationen, also habe ich mir mit Sicherheit nur einen Bruchteil der Möglichkeiten angesehen. Aus meiner Radtourerfahrung im letzten Jahr waren für mich aber schon einmal zwei Dinge klar: GPS Nutzung und eingeschaltetes Display verbraucht viel Akku. Und man fährt schneller im Regen, als einem lieb ist. Daher habe ich als erstes nach einem Outdoor-Case mit eingebautem Akku für mein iPhone 6s gesucht. Es gibt hier das Mophie JuicePack H2Pro sowie das Lifeproof FRE Power Case, die sehr ähnliche Spezifikationen aufweisen (u.a. liegen beide Akkus dicht beieinander: Mophie: 2750 mAh, Lifeproof: 2600 mAh).

 

Meine Wahl fiel letztendlich auf das Lifeproof Pre Power Case. Gründe hierfür waren der etwas günstigere Preis, und das etwas höhere Rating, was den Schutz angeht (Fallhöhe 2 m vs 1,20 m und wasserdicht bis 2 m für 1 h gegenüber 1,20 m für 30 min). Es ist darauf zu achten, dass es eine ältere Version gibt, die für das iPhone 6 (ohne „s“) gedacht ist und eine neuere Version speziell für das iPhone 6s (und weiterhin auch passend für das iPhone 6). Ich habe das Case daher direkt bei Lifeproof bestellt, um hier sicherzugehen.

 

Die Möglichkeiten erweitern sich stark, wenn man auf den eingebauten Akku verzichtet und stattdessen auf ein externes Batterie-Pack setzt (so bin ich meine Radtour letztes Jahr gefahren). Schwachstelle ist hier dann die Kabelverbindung: das Pack muss irgendwo hin (Lenkertasche) und der Anschluss ist u.U. nicht regenfest. Aber es geht auch.

Ein weiterer Vorteil der Lifeproof Cases allgemein (es gibt auch noch zahlreiche Cases ohne Akku — dann auch für diverse Android Modelle) ist, dass Lifeproof sein eigenes Haltesystem für Lenker und Co anbietet, welches dann mit einer aufklebbaren Halterung arbeitet. Die Rückseite vom Lifeproof Case ist daher plan, so dass auch andere Systeme zum Einsatz kommen können.

Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit und der schlechten Bewertungen der Lifeproof-eigenen Halterungen, habe ich weitergesucht und bin auf das Quadlock System gestoßen: Es handelt sich um eine Art Bajonett-Verschluss, für das es verschiedenste Kombinationen (Gürtel-Clip, Lenker-Halterung, Armband zum Joggen, Auto-Saugnapf, etc.) gibt. Das Beste ist aber, dass es einen Universal-Anschluss gibt, den ich praktisch auf jede Handy-Hülle kleben kann und sie so in eine Quadlock-Hülle verwandeln kann. So habe ich das dann auch mit der Lifeproof Hülle vollzogen.

Für regenfreie Tage habe ich zusätzlich noch eine Halterung auf eine Anker Akku-Hülle geklebt, aus der sich das Telefon deutlich schneller hinein- und wieder hinausnehmen lässt. Das ging trotz der leicht gewölbten Rückseite auch noch ganz gut, da das Klebepad einen Schaumstoff Kern hat.

 

In der Praxis hat sich die Quadlock Halterung bisher gut bewährt: es wackelt und klappert nichts — selbst auf einem Mountainbike Singletrail über Wurzeln und Bodenwellen saß das iPhone bombenfest (hier aufgrund der Sturzgefahr in der Lifeproof Hülle). Die eingesetzten Klebepads von 3M sind offenbar sehr gut.

Am Brompton zeigt sich dann noch ein weiterer Vorteil des Systems: die Lenkerhalterung trägt nicht allzu dick auf, so dass sich der Lenker weiterhin gut einklappen lässt. Bei dem „M-Type“ Lenker ist allerdings der Platz für die Halterung sehr knapp bemessen. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit diesem Haltesystem und der Lifeproof Hülle.

 

Beim nächsten Mal soll es um die Apps gehen, die das SmartPhone letztendlich in einen Tacho und Fitness Computer verwandeln. Hier hatte ich mir einiges angesehen, bevor ich mich für eine entschied.

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Radfahren für Nerds

Endlich hat (für mich dann auch mal) die neue Rad-Saison begonnen. Ein-zweimal bin ich zwar schon früher dieses Jahr mit Rad-Bahn-Rad zur Arbeit gefahren, aber wir hatten in der Familie seit Monaten Infekt-Ping-Pong, und mit bärigem Schnupfen mag ich nicht fahren.

Um auch meine Nerd-Muskeln zu trainieren, habe ich meine Räder ein wenig aufgerüstet und zwar um die Möglichkeit, das Smartphone in den Rad-Alltag zu integrieren. Dazu mussten verchiedene Probleme gelöst, bzw. Fragen beantwortet werden: wie befestige ich das Telefon am Rad (oder will ich das überhaupt)? Welche Vorteile habe ich überhaupt vom Smartphone im Vergleich zu einem herkömmlichen Tacho? Welche Apps brauche ich? Welches Zubehör gibt es noch?

Sinn des Ganzen: ein Tacho „on Steroids“: mittels Smartphone App und einigem weiteren Zubehör verwandelt sich das Smartphone am Lenker in einen Luxus-Tacho und Trainings-Helfer. Motivation für mich ist dabei vor allem die genauere Berechnung des Kalorienverbrauches mit Hilfe einer Herzfrequenzmessung.

Ich werde in den nächsten Wochen daher ein wenig von den Details erzählen: nächstes Mal erst einmal die Befestigung des iPhones am Fahrradlenker.

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Verschleiß

Nach einigen Mal Brompton-S-Bahn-Pendeln, stellte ich ein unsauberes Trittgefühl fest. Zu Hause in der Kellerwerkstatt nahm ich den Antrieb einmal genauer unter die Lupe: schon auf den ersten Blick war zu sehen, was Sache ist: die Kette hat sich nach ein paar Tausend Kilometern so gelängt, dass sie gar nicht mehr auf die Zähne des Kettenblattes und der Ritzel passte. Zusätzlich stellte ich am Hinterrad ein deutliches Spiel in der Nabe fest.

 

Die Kette und das Kettenblatt hätte ich noch alleine tauschen können. Das Nachjustieren der Nabe (und ggf. auch Austausch der Lagerschalen) kann ich jedoch nicht (bzw. ist das nicht mein Fachgebiet). So brachte ich das Rad zum Brompton Laden, die -- logisch bei dem Wetter -- ziemlich ausgebucht waren. In 10 Tagen kann ich das Brompton wieder abholen.

 

Ich habe also wieder etwas gelernt: Erstens: rechtzeitig die Kette kontrollieren auf Längung. Dafür gibt es Kettenlehren. Oder, so sagte mir der Techniker in der Werkstatt: pauschal nach 2500 km austauschen. So wie es jetzt ist, muss nicht nur die Kette, sondern auch Kettenblatt und Ritzel getauscht werden: bei rechtzeitigem Tausch der Kette, halten die Ritzel zwei bis drei Ketten aus sagte mir der Techniker.

Zweitens: Das Rad noch im Winter (z.B. Januar) kontrollieren und dann schonmal warten oder in die Werkstatt geben. So vermeidet man, das Rad abgeben zu müssen, wenn die Werkstätten unter Volllast stehen (und kein Rad zu haben, wenn das Wetter gut ist.)

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Die Saison hat mich wieder

Nachdem ich am Mittwoch praktisch das erste Mal dieses Frühjahr (die zwei-drei Mal zwischen Februar und April fallen jetzt nicht wirklich ins Gewicht) wieder mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin (also Rad-Bahn-Rad), bin ich heute zum Training (aber auch wegen des super Wetters) eine Strecke gefahren, die mir die Runtastic App vorgeschlagen hat (mehr zu der App in einem anderen Artikel in den nächsten Tagen und Wochen).

 

Um und bei 30 km direkt hier bei mir in der Nähe ging es durch das Billetal, im Sachsenwald bei Aumühle auf sehr wurzeligen Waldwegen, die teilweise kaum noch als solche erkennbar waren. Teilweise musste man das Rad über umgestürzte Bäume tragen. Definitiv eine Mountainbike Strecke. Aber sehr schön und ein gutes Gefühl, die Radsaison würdig gestartet zu haben.

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Abgefahren

Zweitausendvierhundertachtundzwanzig Kilometer (2428 km) bin ich seit Februar des letzten Jahres mit dem Bromton gefahren. Eine doch ganz beachtliche Strecke, möchte ich meinen, dafür, dass ich das Rad nur für den Weg zur S-Bahn und zurück verwende.

Nach dieser Distanz ereilte mich nun mein erster Plattfuß am Hinterrad. Und bei genauerer Inspektion des Mantels (Schwalbe Marathon) stellte ich fest, dass dieser soweit heruntergefahren war, dass Scherben etc. nun eine Chance hatten, den Mantel zu durchstechen.

Ich war doch recht erstaunt, dass der Mantel nach dieser Strecke schon soweit verschlissen war; aber bei genauerem Nachdenken ist das eigentlich klar: ein Brompton Laufrad hat ca 60 % weniger Umfang im Vergleich zu einem 26 Zoll Mountainbike-Rad. Rein von der abgefahrenen Strecke würde das fast 3900 km mit einem 26 Zoll Rad entsprechen. 

Laut Schwalbe selbst hätte ich den Mantel noch weiterfahren können, da ja noch Profil vorhanden ist. Aufgrund der zahlreichen Kinken in der Lauffläche habe ich mich aber für einen neuen Mantel entschieden. Den Vergleich alt gegen neu sieht man auf dem nebenstehenden Foto.

Warum der alte Mantel jedoch schief heruntergefahren ist, hat sich mir nicht erschlossen. Wer da eine Idee hat, möge mich gerne kontaktieren.

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Bahn Bauarbeiten und Fahrrad

Seit einer Woche ist die einzige Bahnverbindung (S3/S31) auf Hamburgs Elbinsel Wilhelmsburg gesperrt wegen Bauarbeiten in der City Süd. Der HVV hat einen Busersatzverkehr eingerichtet, dem ich anfangs ein wenig skeptisch gegenüberstand. Ich muss die Strecke nun einmal jeden Tag einmal hin- und wieder zurück bereisen. In der ersten Woche der Sperrung habe ich mir also überlegt, wie ich die Strecke am besten meistern kann. Die Überlegung, die dann gewonnen hat, beinhaltet eine etwa doppelt so lange Fahrtzeit mit dem Fahrrad: normalerweise steige ich am Dammtor von der S-Bahn aus Reinbek in die S-Bahn nach Wilhelmsburg um (ich könnte auch am Hauptbahnhof umsteigen, muss dort aber samt Fahrrad in einem großen Menschenstrom vom Tiefgleis in die Halle, was oftmals etwas nervig ist). Ich habe mir also die der Elbinsel am nächsten gelegene S-Bahn-Station gesucht: Rothenburgsort. Praktischerweise liegt die ohnehin auf der Linie aus Reinbek. Man fährt von dort mit dem Fahrrad über die Elbbrücken über Veddel nach Wilhelmsburg hinein und ist eine knappe halbe Stunde unterwegs. Als ich diese Variante am ersten Tag ausprobierte, staunte ich nicht schlecht, dass ich tatsächlich 10 Minuten schneller in der Firma war, als wenn ich die Variante über Dammtor nehme. Dafür aber wie gesagt deutlich mehr Strecke mit dem Rad und somit auch etwas verschwitzter, wenn ich auf der Arbeit ankomme -- keine Lösung für jeden Tag also.

Eine andere Variante ist, Sommer sei dank, zumindest auf dem Rückweg, die gesamte Strecke von Wilhelmsburg nach Hause mit dem Rad zu fahren. Diese Strecke führt auch durch Rothenburgsort, knickt aber dann Richtung B5 ab: bis dahin eine ganz schöne Strecke über verschiedene Brücken (z.B. die Brücke über den Bullenhuser Kanal, sie Bild oben), von denen man einen schönen Blick auf Kleingartenanlagen mit viel Grün direkt am Kanal hat. Nervig wird die Strecke ab Hamburg Horn, da man ab dort nur noch geradeaus an der Ausfallstraße stadtauswärts entlangfährt. Daher steige ich manchmal dort in die U-Bahn, um einen Teil der Strecke abzukürzen. Diese Flexibilität des Faltrades ist wirklich eine tolle Sache.

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Bevor wir uns aufregen ...

Liebe Autofahrer: bevor wir uns (ja, ich bin auch unter anderem Autofahrer) wieder einmal über Radfahrer aufregen, die in der Mitte der Straße fahren -- vorher einmal dieses Video angucken.

Das ist der Grund, warum es unsere Straßenverkehrsordnung Radfahrern auch explizit vorschreibt, einen entsprechenden Abstand von parkenden Autos am Fahrbahnrand zu halten. Das Resultat ist eben eine Position fast in der Mitte der Straße. Und als weitere Message: bevor man aus dem Auto aussteigt: lieber noch einmal in den Rückspiegel schauen. Mehr Rücksicht im Straßenverkehr und alle kommen entspannt ans Ziel!

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Betriebsstörung mit Brompton

Gestern musste ich zum Zahnarzt. Ich kalkulierte also genau mit der HVV App die Verbindungen und verließ die Firma pünktlich, damit ich den Termin einhalten konnte. Morgens war ich mit der Kombination S-Bahn - Brompton gekommen. 

Ich stieg also mit dem gefalteten Rad in Wilhelmsburg in die Bahn ... Und nichts tat sich. Irgendwann, nach etwa 5-10 Minuten fuhr die Bahn dann eine Station nach Veddel, um dann wieder für unbestimmte Zeit stehen zu bleiben. Es folgte die Durchsage, dass zu dem Polizeieinsatz noch ein Feuerwehreinsatz gekommen war und daher der Citytunnel gesperrt aber auch Dammtor nicht angefahren würde. Es sah also so aus, als könnte ich mit dem HVV den Termin nicht mehr schaffen. Aber: ich hatte ja mein Faltrad dabei. Laut meiner Fahrrad-Navi-App Komoot würde die gesamte Strecke Veddel-Bergedorf in einer guten Stunde zu bewältigen sein.  
Ich kaufte mir noch eine große Flasche Wasser und schwang mich aufs Rad.

Das Navi führte mich zunächst über den bekannten Weg über die Elbbrücken nach Rothenburgsort. Ab dort sollte die Strecke Richtung Osten führen. Allerdings blockierten zahlreiche Löschfahrzeuge und Peterwagen den geraden Weg: noch ein Großeinsatz (im Hochbunker). Ein netter Polizist (der noch einen skeptischen Blick auf meinen Knopf im Ohr warf) ließ mich dann aber durch. Der Weg führte weiter am Nordufer der Norderelbe entlang, am Kraftwerk Tiefstack rechts herum und dann Richtung Billwerder-Moorfleet. Von dort dann ab der JVA (wusste ich noch gar nicht, dass dort ein Gefängnis ist) vom Prinzip her immer neben der S-Bahn-Strecke entlang: ein Weg, den ich noch gar nicht kannte (allerhöchstens in Teilen aus der S-Bahn heraus) und der ganz gut und schnell zu fahren war. Noch eine Erkenntnis: am Mittleren Landweg wohnen ja doch Leute, das sieht man der S-Bahn-Station von oben gar nicht an ...

In Nettelnburg endete die "Transitstrecke" dann und ich fuhr die normalen Straßen bis Bergedorf zu meinem Zahnarzt. Fünf Minuten vor Termin traf ich ein. ÖPNV: 0, Fahrrad: 1 Und noch eine nette Strecke kennengelernt. So muss das!

Ohne mein Brompton wäre das nicht gegangen: die Stadträder sind in Hamburgs Osten bzw Südosten leider nicht vorhanden. Ich hoffe, da tut sich noch was. 
Da ich zum Schluss kein Wasser mehr hatte, bin ich nach dem Zahnarzt das letzte Stück ab der S-Bahn Reinbek mit dem Bus nach Hause gefahren. Ein bisschen klimatisierte Luft war wirklich ganz angenehm.
Das Brompton passt genau zwischen die Doppelsitze im Bus
Das Brompton passt genau zwischen die Doppelsitze im Bus
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Sechste und letzte Etappe: Pelzerhaken -> Travemünde

Die Tour hat nun ihr Ende gefunden. Bei nicht ganz so einladendem Wetter (aber immerhin halbwegs trocken), ging es die letzten gut 30 km zum Zielort: Travemünde (die Strecke von Travemünde nach Lübeck bin ich schon auf einer anderen Tour gefahren und fand sie damals nicht so spannend). Es ging zunächst über Neustadt in Holstein weiter Richtung Sierksdorf (am Hansa-Park vorbei) und dann über Scharbeutz und Timmendorfer Strand nach Travemünde. Leider war die Strecke größtenteils recht langweilig und nervig zu fahren: auf der Hauptstraße im Hinterland. Erst vor Travemünde wurde die Strecke spannender: dort ging es zum Brodtener Ufer (Hermannshöhe) hinauf auf einem Weg direkt oben auf der Steilküste entlang mit einem schönen Blick über das Meer. Von diesem dürfte man sich allerdings nicht einlullen lassen, denn der Weg machte teilweise recht abrupte Richtungswechsel -- geradeaus wäre es dann nur noch abwärts gegangen. Keine Strecke zum Schnellfahren also. In Travemünde angekommen fing es an, ein wenig zu regnen, aber der Zielort war erreicht.


Eine Woche bin ich nun gefahren, mit einem Tag extra Aufenthalt. 366 Kilometer sind es geworden. Fünf Tage im Zelt -- auch eine Erfahrung. Dank Ledersattel hat mein Hinterteil auch keinen bleibenden Schaden behalten. Muskelkater habe ich eher in den Armen als in den Beinen, was an der Sitzposition auf meinem Rad angeht. Mein Rad hat, bis auf die Reifenpanne, außerordentlich zuverlässig seinen Dienst versehen -- die Schaltung hatte ich einmal gereinigt und neu gefettet, sonst war nichts an Pflege notwendig. 


Ich widme diese Tour meiner lieben Tochter Lenja, die wie kein Anderer weiß, was Durchhalten heißt. Für jeden gefahrenen Kilometer werde ich daher 10 Cent an die Herz-Kinder-Hilfe Hamburg e.V. spenden, die Eltern von Kindern mit angeborenen Herzfehlern viel Hilfe bieten.


Vielleicht macht ja jemand mit?

Tourdaten

Strecke: Pelzerhaken nach Travemünde

Distanz: 32 km

Dauer: 2 Stunden (inkl. Pausen)

Fahrzeit: 1:45

Durchschnittsgeschwindigkeit: 19 km/h

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Fünfte Etappe: Neuteschendorf -> Pelzerhaken

Heute habe ich Fehmarn links liegen gelassen und bin in die Lübecker Bucht eingefahren. Dabei bin ich an den bekannten Ostseebädern vorbeigekommen: Dahme, Kellenhusen, Grömitz und letztendlich nach Pelzerhaken gekommen. 
Die Tour startete heute schon recht früh, gegen 9, bei größtenteils gutem Fahrradwetter und praktisch Windstille. Ganz ungewohnt nach den letzten Tagen. So bin ich schon um 14 Uhr nach wiederum 70 km am Zielort angekommen. Pelzerhaken hatte ich schon von Lenjas Esstherapie her kennengelernt, aber auch Kellenhusen war mir schon bekannt: der Ort war damals ein Kandidat für die Hochzeit gewesen. 
Ungünstig ist, dass man von den Badeorten die Promenaden gar nicht großartig zu sehen bekommt, da dort Radfahren nicht erlaubt ist. So lernt man aber die Rückseiten der Lokalitäten kennen. Ich hätte natürlich auch vom Rad steigen und mir in Ruhe die Orte ansehen können, aber ich habe auf Radtouren bisher immer eher den sportlichen Aspekt berücksichtigt: Strecke machen. Insbesondere heute wolle ich schnell durchkommen, so dass bis auf eines keine Fotos entstanden sind. Dafür packe ich die Sonnenuntergangsbilder von gestern mit auf die Seite. 
Tourdaten
Strecke: Neuteschendorf -> Pelzerhaken
Distanz: 69 km
Dauer: 5 Stunden (inkl. Pausen)
Fahrtzeit: 3:41
Durchschnittsgeschwindigkeit: 19 km/h
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Vierte Etappe: Laboe -> Neuteschendorf

Breite Deichstraße Richtung Kalifornien
Breite Deichstraße Richtung Kalifornien
Bei der heutigen vierten Etappe war mir das Wetter hold: zwar war es immer noch ziemlich windig, aber nicht mehr so stark wie die letzten Tage. Und ich hatte häufig Rückenwind, so dass ich auf einer sehr breiten Deichstraße mit Rückenwind 10 km mit 35 km/h fahren konnte. Das hat richtig Spaß gemacht. Und da ich die Nacht (dank des Comforts eines Hotel-Bettes) sehr gut geschlafen hatte, habe ich die Etappe heute ganz gut abgeradelt. 
Gestartet bin ich gegen 11:15 in Laboe, nachdem ich noch einmal durch den Ort zu einem Supermarkt gefahren war. Es ging dann die Küste entlang Richtung Osten, unter anderem auf besagter Deichstraße. Dabei kam ich durch Kalifornien und Brasilien, über Hohwacht, Weißenhäuser Strand und dann etwas ins Landesinnere (hier musste ein größerer Truppenübungsplatz umfahren werden) über Oldenburg in Holstein nach Norden. Hier liegt mitten im Nirgendwo (der nächste Ort heißt Neuteschendorf) ein großer und moderner Campingplatz in Küstennähe. Hier habe ich sogar Strom am Zelt um gesammelte Akkupacks wieder aufzuladen. Allerdings kein schnelles Internet, das Hochladen der paar Fotos hat schon einiges an Zeit in Anspruch genommen. Naja, irgendwas ist ja immer. 
Tourdaten
Strecke: Laboe bis Neuteschendorf
Distanz: 71 km
Dauer: 5 Stunden (inkl. Pausen)
Fahrtzeit: 3:33
Durchschnittsgeschwindigkeit: 20 km/h
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Dritte Etappe: Waabs -> Laboe

Kiel
Kiel
Nach einer stürmischen, regnerischen Nacht im Zelt stellte ich fest, dass der Wind eher zu- anstatt abgenommen hat (baut mal ein Zelt bei Windstärke 9 ab ...). So radelte ich denn los, nicht ohne vorher noch einen Kaffee beim Bäcker zu trinken. Die Strecke Richtung Eckernförde war von partiellem Gegenwind gezeichnet, da es Richtung Südwesten ging. Durch Eckernförde war ich relativ schnell durch, ab da ging es Richtung Osten, so dass ich den Wind im Rücken hatte bis Schwedeneck. Von dort ging es dann runter in Richtung Kiel. Dabei fuhr ich durch ein ehemaliges Militärgelände (Marinefliegergeschwader 5), überquerte mit der Personenfähre den Nord-Ostsee-Kanal und fuhr nach Kiel hinein (natürlich mit einem Fischbrötchen-Zwischenstopp an der Förde). Die Kiel-Durchquerung zog sich ganz schön hin und einige Anstiege waren auch noch zu bewältigen. Das letzte Stück bis Laboe ging es direkt an der Küste entlang, wo der Wind gefühlt noch einmal zugelegt hatte. 
Was für ein Glück, dass ich mir nach der letzten Nacht vorgenommen hatte, zu schummeln: jetzt sitze ich in einem Hotelzimmer und genieße dem Komfort eines richtigen Bettes. Dazu bin ich aber auch eine nochmal deutlich längere Strecke geradelt. 
Hier in Laboe sind einige Kite-Surfer unterwegs, die die Windstärken ausnutzen -- als ich gegen halb 8 wieder reinging, packten an der Promenade immer noch Leute ihre Ausrüstung aus. Sieht wirklich spektakulär aus, wie die Surfer unterwegs sind und im Gegenlicht ihre Sprünge machen. Morgen geht es dann weiter, leider ändert sich an der Windvorhersage erst einmal nichts.
Tourdaten
Strecke: Waabs -> Laboe
Distanz: 83 km
Dauer: 7 Stunden inkl. Pausen
Fahrtzeit: 4:40
Durchschnittsgeschwindigkeit: 17,8 km/h
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Zweite Etappe: Steinberghaff -> Waabs

Die Nacht über hatte es ordentlich geregnet, so dass vor meinem Zelt drei cm tief das Wasser stand. Im Zelt aber ist alles trocken geblieben. Insofern hat sich der extra Tag zum Zelt Kalfatern gelohnt: die Nähte sind jetzt absolut dicht. Morgens war es dann glücklicherweise eine Weile trocken geblieben, so dass ich das Zelt halbwegs trocken verpacken konnte. 

Während meines extra Tages in Steinberghaff lernte ich noch eine nette junge Familie kennen, die mit 7 Monate altem Baby samt Kinderanhänger und Zelt den gesamten Ostsee Radweg meistern wollten, inklusive Fehmarn und Rügen bis nach Usedom. Alle Achtung!

Ich brach also heute gegen halb 11 auf und hatte Glück und Pech zugleich mit dem Wetter: die angekündigten Regenschauer hielten sich stark in Grenzen und hielten auch nur kurz an. Allerdings ging (bzw. geht immer noch) ein starker Wind mit Böen bis Stärke 8. Zu allem Überfluss meistens von vorn. Jeder Radfahrer kennt dieses frustrierende Gefühl, sich abzustrampeln aber nur im Gletschertempo voranzukommen. 

Trotzdem war es eine schöne Etappe, ich sage nur Landschaft, a whole lotta Landschaft. Wer den "Landarzt" guckt, weiß was ich meine: die Serie wird nämlich genau hier gedreht. Bekannteste Ortschaft ist Kappeln an der Schlei-Mündung. Ansonsten viele kleine Dörfer mit klangvollen norddeutschen Namen, wie Wackerballig, Stutebüll oder Nieby, in denen es vornehmlich nach Silage "duftet". Und dazwischen eben besagte Landschaft mit viel Feldern - durch das wechselhafte Wetter auch durchweg mit sehr interessantem Licht. 

Getrübt wurde die Freude über die schöne Landschaft durch eine Reifenpanne nach erst 14 Kilometern. Das hat mich dann mit allem drum und dran eine Stunde gekostet. Schwalbe Kevlar Decken können eben doch nicht alles abhalten. Dafür hatte ich aber geniale Flicken mit, bei denen man nur aufrauhen muss, dann kann man den Flicken einfach draufkleben. Für den Notfall hätte ich aber auch noch einen Ersatzschlauch dabei gehabt. 

So bin ich denn nach etwa 66 km am Zielort angekommen, einem Campingplatz direkt an der Küste in der Ortschaft Kleinwaabs (siehe letztes Bild in der Galerie). Der Ausblick aus dem Zelt ist wirklich nett. Allerdings ist es immer noch sehr windig, so dass der Zeltaufbau ein wenig schwieriger war als normal. Laut Wetterbericht sollen die Sturmböen aber weniger werden heute Nacht. Ich will es mal hoffen, wobei das schon etwas gemütliches hat. Für eine gewisse Zeit. 




Tourdaten
Strecke: Steinberghaff nach Waabs
Distanz: 66 km
Dauer: 6 Stunden (inkl. Reifenpanne und Pausen)
Fahrzeit: 3:41
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18 km/h
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Technische Probleme

Aufgetragene Nahtabdichtung
Aufgetragene Nahtabdichtung
9:00 Uhr
Heute Nacht musste ich feststellen, dass einige Nähte des Zeltes nicht ganz dicht sind. Dies wurde mir schon beim Kauf gesagt, dass das irgendwann mal passiert, da sich die Nähte dehnen würden. Daher habe ich gleich eine Tube mit passender Nahtabdichtung mitgenommen. Aber: diese Dichtung braucht mehrere Stunden, bis sie getrocknet ist, vorher kann ich das Zelt nicht verpacken. Daher verlängert sich mein Aufenthalt in Steinberghaff noch ein wenig, im Worst Case bis morgen. Hätte ich geahnt, dass das Nachdichten gleich notwendig werden würde, hätte ich das natürlich schon vor Antritt der Tour gemacht.
Andererseits: es ist sehr schön hier, insofern ist das halb so wild. 

15:00 Uhr
Nachdem die Nahtabdichtung immer noch klebrig ist, habe ich mich entschieden, erst morgen weiterzufahren. Zudem hat es gerade angefangen, zu regnen, leider auch morgen den ganzen Tag durch. Ich habe aber die passenden Klamotten dabei, insofern macht das nichts. 
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Erste Etappe: Flensburg -> Steinberghaff

Flensburg - Steinberg... Watt? Mein heutiges Etappenziel dürfte den wenigsten bekannt sein. Steinberghaff liegt in der Geltinger Bucht an der Flensburger Förde. Wunderschöne ländliche Landschaft und eine Menge meiner Kindheitserinnerungen haben mich dieses Ziel aussuchen lassen. Das nebenstehende Foto zeigt den Startpunkt in Flensburg.


Ich habe es bei dieser ersten Etappe noch etwas ruhiger angehen lassen. Ca 45 km habe ich heute abgeradelt. Das Wetter war im Grunde das perfekte Fahrradwetter: 20 Grad und heiter bis wolkig. Allerdings recht starker Wind, der, wäre er von vorne gekommen, die 45 km wie 90 hätte erscheinen lassen. So war ich froh um winddichte Kleidung - nach den bruttigen Temperaturen von gestern kaum vorstellbar, dass man sich heute schon etwas überziehen musste. 

Die Strecke war ansonsten gut zu fahren, wenn auch einige knackige Anstiege zu bewältigen waren, etwas, was man gar nicht glauben möchte, wenn doch immer vom norddeutschen Flachland die Rede ist, bei dem man schon zwei Tage vorher sehen kann, wer zu Besuch kommt.

So habe ich für die Strecke dann doch 3,5 Stunden gebraucht, wofür aber vor allem das aus Flensburg herausfinden verantwortlich zeichnete. Die Landschaft ist hier wirklich schön, auch wenn es gar nicht so viel direkt am Meer entlang ging. Ich hätte noch viel mehr Fotos machen können, aber viele schöne Motive lagen an Anstiegen, an denen man froh war, dass man so halbwegs im Tritt war.

Gegen 13:30 kam ich in Steinberghaff an und habe das erste Mal mein neues Leichtzelt aufgebaut, welches ich eigens für diese Tour nach toller Beratung bei einem großen Hamburger Outdoor Ausstatter angeschafft hatte. 1,8 kg und kleines Packmaß sind doch ein anderer Schnack als die 5 kg meines Igloo-Zeltes. Erkaufen tut man sich dies neben dem höheren Preis durch einen doch um einiges kleineren Innenraum. Trotzdem ist es keine Dackelgarage und ich habe Platz zum liegen und sitzen und kann noch einige Taschen mit reinnehmen.

Alles in allem ein schöner Auftakt. Morgen steht eine deutlich längere Etappe an, auch wenn das Ziel noch nicht zu 100 Prozent feststeht. Es Werden zwischen 60 und 70 km werden (es sei denn, es ist Gegenwind).




Tourdaten:
Strecke: Ostsee-Radweg von Flensburg nach Steinberghaff 
Distanz: 45 km 
Dauer: 3,5 Stunden inkl. Pausen 
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Ostsee Radtour - Prolog

Heute ist sozusagen der Prolog für meine 6-tägige Radtour auf dem Ostsee Radweg von Flensburg nach Travemünde. Ursprünglich wollte ich direkt am Samstag losfahren. Aufgrund des sehr heißen Wetters und um das Ganze ein wenig relaxter anzugehen, bin ich heute Nachmittag mit dem Zug nach Flensburg gefahren und für eine Nacht im Hotel abgestiegen. Morgen früh geht es dann tatsächlich los auf die erste Etappe nach Steinberghaff - eine im Vergleich zu den folgenden Etappen kürzere Distanz. 
Die Bahnfahrt war ruhig, der Zug war pünktlich und es war glücklicherweise wenig los, so dass es keinen Kampf um freie Fahrrad Stellplätze im Abteil gab. Nach ca 2 Stunden Fahrt in einem ziemlich bruttigen Fahrradabteil kam ich in Flensburg an und staunte, wie viele Höhenunterschiede es zu überwinden galt, bevor ich im Hotel einchecken konnte. 

Das Hotel selbst ist zweckmäßig, aus den 70ern, hat aber im Netz gute Kritiken, vor allem das Frühstücksbüffet. Mal sehen ...
Blick in den Innenhof des Hotels. Interessanter Kontrast des kargen Hofes mit dem hübschen Kirchturm.
Blick in den Innenhof des Hotels. Interessanter Kontrast des kargen Hofes mit dem hübschen Kirchturm.
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Wo fahre ich auf der Fahrbahn?

Anders, als es einem gerne erzählt wird, gehören die Straßen nicht allein dem Autoverkehr -- auch wenn die derzeitige Verkehrspolitik genau das suggeriert. Dennoch habe ich als Radfahrer, sofern keine Radwege vorhanden sind, genauso das Recht bzw. die Verpflichtung, auf der Straße zu fahren. Wenn man die StVO genau liest, wird man dabei feststellen, dass "möglichst weit rechts" zu fahren keinesfalls im Rinnstein heißt. Radfahrer müssen nämlich ebenfalls Sicherheitsabstände einhalten. Dieser Artikel plädiert daher dafür, in der Fahrbahnmitte zu fahren. Das hat den Effekt, dass Autos einen nicht trotz Gegenverkehr noch überholen, sondern komplett auf die andere Fahrspur ausweichen, so dass für mich als Radfahrer der Sicherheitsabstand gewährleistet ist. Ich habe das schon ein paar Mal ausprobiert, indem ich etwas rechts von der Mitte gefahren bin. Entnervte Autofahrer sind mir dabei noch nicht begegnet. Ich denke, dass vielen Autofahrern auch gar nicht bewusst ist, wie kritisch das manchmal für den Radfahrer ist, wenn sie zu dicht überholen.


Weitere und ausführliche Infos gibt es beim ADFC zum Thema "Seitliche Sicherheitsabstände" inklusive umfangreichem Merkblatt als PDF.

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Radtour mit der Lütten

Heute habe ich mitsamt der Lütten im Fahrradanhänger eine schöne Radtour gemacht. Zuerst wollte ich nur kurz "um den Block" fahren. Aber das war mir dann zu popelig und so sind wir bis Kuddewörde und dann über Friedrichsruh, Aumühle und Schönningstedt wieder zurück nach Neuschönningstedt gefahren. Es sind dann doch 28 km geworden. Erkenntnis des Tages: das nächste Mal auf halber Strecke einen Kinderspielplatz einplanen. So wurde die Kleine auf den letzten Kilometern etwas knotterig. 

Ansonsten war es aber eine schöne Tour, wenn es auch im Mittelstück direkt auf der Landstraße ohne separaten Fahrradweg entlang ging. Aber die Autofahrer waren heute entspannt und haben mit sicherem Abstand überholt. Lag vielleicht auch an dem Anhänger. 
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